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Ökologische Waschgänge – das ist zu beachten

Comfee WaschtrocknerWenn Ihnen die Umwelt am Herzen liegt und Sie noch dazu Energie einsparen wollen, möchten Sie ökologisch Waschen und Trocknen. Bei den meisten Geräten kommen die Hersteller diesem Wunsch mit entsprechenden Waschgängen nach. Sie werden sich nun vielleicht fragen: Kann ich wirklich ökologisch waschen, wenn die Maschine eigentlich viel länger in der Maschine ist? Dieser Ratgeber beantwortet Ihnen diese Frage und gibt Ihnen weitere nützliche Tipps, wie sich ökologisches und energieeffizientes Waschen und Trocknen in der Praxis umsetzen lassen.

Ab in den Öko Gang

Ökologische Waschgänge – das ist zu beachtenSie sind sich nicht sicher, ob Ihnen der Öko Gang der Waschmaschine wirklich eine Energieersparnis liefert? Die Wäsche wird ja schließlich bei niedriger Temperatur gewaschen und bleibt dabei deutlich länger in der Maschine.

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Am Ende werden Sie saubere Wäsche erhalten und noch dazu Energie gespart haben. Ein ökologischer Waschgang, der bei 30 Grad erfolgt, kann bis zu drei Stunden dauern. Die Waschleistung kann dabei mit einem einstündigen Waschprogramm bei 60 Grad verglichen werden. Das Positive dabei: Sie sparen mehr als 50 Prozent an Energie ein.

Es muss keine unnötige Energie in das Aufheizen des Wassers investiert werden. Das Waschmittel bekommt bei dieser Art der Reinigung ausreichend Zeit, auf die Wäsche einzuwirken. Es lohnt als in jedem Fall, wenn Sie für die große Wäsche etwas mehr Zeit einplanen und auf den ökologischen Waschgang zurückgreifen.

Durch die lange Einwirkzeit lässt sich Heizenergie einsparen

Wenn Sie ökologisch waschen möchten, kommt es auf das Zusammenspiel verschiedener Faktoren an:

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Die erstgenannten Parameter kann Ihre Waschmaschine nicht beeinflussen. Sie weiß weder, mit welchem Waschmittel Sie arbeiten, noch kann die Mechanik der Waschtrommel geändert werden. Eingreifen können die Geräte lediglich bei Temperatur und Zeit. Konkret senken die Maschinen beim ökologischen Waschen die Temperatur und sorgen für eine längere Einwirkzeit.

Tipp: Wenn Sie bei 40 anstatt bei 60 Grad waschen, können Sie etwa die Hälfte an Heizenergie einsparen. Bei einer Waschtemperatur von 30 Grad kann sogar bis zu einem Drittel an Energie gespart werden.

Weitere Tipps für das ökologische Waschen

Sie wissen nun, wie der Eco Waschgang Ihres Gerätes arbeitet. Um wirklich ökologisch und energiebewusst zu waschen, können Sie selbst noch einiges mehr tun.

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Nutzen Sie das Potential Ihrer Waschmaschine aus

Wenn Sie bei einem ökologischen Waschgang Strom und Wasser sparen wollen, geht es auch darum, die Waschmaschine auszulasten und maximal zu füllen. In einem normalen Waschgang können Sie die Trommel voll beladen. Beim Eco Programm ist mindestens für eine halb volle Waschtrommel zu sorgen.

Sie müssen Ihre Wäsche vorab nicht wiegen. Achten Sie darauf, dass in der Trommel noch eine handbreit Platz ist und das sich die Waschtrommel ungehindert in Drehung versetzen lässt. Die Wäschestücke sollten nicht aneinander reiben, sondern locker in der Maschine liegen.

Beim Waschmittel ist weniger mehr

Über 600.000 Tonnen Waschmittel schicken die Deutschen jährlich ins Abwasser. Hinzu kommt  beinahe die Hälfte an Weichspüler. Tendenz steigend. Nicht alle schädlichen Inhaltsstoffe können in der Kläranlage abgebaut werden. Diese Stoffe wandern in die Gewässer und schädigen die Wasserorganismen. Ökologisch waschen heißt also auch möglichst Waschmittel einzusparen.

Tipp: Richten Sie sich nach der Angabe für die geringste Wasserhärte. Zusätzlich können Sie einen möglichst phosphatfreien Wasserenthärter zugeben.

Weichspüler unterstützen nicht die Reinigung der Wäsche, sie sind allein dazu da, die Wäsche weicher und duftender zu machen. Wenn Sie die Wäsche an der Luft trocknen, benötigen Sie keinen Weichspüler. Dies ist auch besser für den Wäschetrockner. In den für die Restfeuchtigkeit zuständigen Sensoren können sich leicht Weichspülerreste festsetzen.

Kaufen Sie Waschpulver in Jumbo Packungen, sparen Sie nicht wirklich. Das Waschpulver in diesen XXL-Packungen enthält nicht selten Füllstoffe. Diese Stoffe sind nicht nur schädlich für die Umwelt, sie sorgen auch dafür, dass Sie beinahe doppelt so viel Waschpulver brauchen, wie dies bei kleineren Packungen der Fall wäre.

Tipp: Ein umweltfreundliches Waschmittel erkennen Sie an der Dosierungsempfehlung von maximal 70 Gramm Pulver pro Waschgang.

Energie sparen mit niedriger Gradzahl

Wie Sie bereits wissen, lässt sich mit ökologischen Waschgängen Energie einsparen. Niedrige Waschgänge reichen für normal verschmutzte Wäsche völlig aus. Wenn Sie Kochwäsche mit 60 anstatt 90 Grad reinigen, sparen Sie die Hälfte an Stromkosten ein.

Folgende Übersicht stellt Textilien gegenüber, die niedrige Temperaturen vertragen und mit 60 Grad gereinigt werden sollten.

Waschtemperatur unter 30 Grad Waschtemperatur 60 Grad
  • Hemden
  • Blusen
  • Hosen
  • Kleider
  • Pullover
  • T-Shirts
  • Handtücher
  • Bettwäsche
  • Putzlappen
  • Unterwäsche
  • Servietten
  • Decken für Tiere

Damit die genannten Kleidungsstücke bei niedriger Temperatur sauber aus der Waschmaschine kommen, sollten Flecken vorbehandelt werden. Hierfür können Sie mit Gallseife ein Naturprodukt verwenden.

Waschen Sie permanent bei niedriger Temperatur, kann mit der Zeit ein Bakterienfilm in der Waschmaschine entstehen. Daher ist es hin und wieder notwendig, einen Waschgang mit 60 Grad durchzuführen.

Wäschetrockner – ja oder nein

Sie waschen und trocknen Ihre Wäsche regelmäßig? Die Waschmaschine verbraucht dabei lediglich ein Drittel der Energiemenge. Der übrige Teil entfällt auf den Wäschetrockner, unabhängig vom Typ. Ganz gleich, welcher Marke Sie den Vorzug geben, der Wäschetrockner verbraucht in etwa das Dreifache an Energie wie ein Waschgang bei 60 Grad.

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Tipp: Sie können die Trockenzeit der Wäsche verkürzen, wenn Sie eine möglichst hohe Schleudertourenzahl zum Öko-Waschgang wählen. Ist die Wäsche bereits gut geschleudert, wird sie im Trockner viel schneller trocken.

Trocken Sie die Wäsche im Sommer häufiger auf der Leine im Freien, sparen Sie Energie und sorgen für frische Wäsche. Umweltschädliche Weichspüler können Sie einsparen.

Ökologisch waschen und trocknen – die besten Tipps

  • Wäsche im Freien trocknen
  • Wäsche auf dem Bügel trocknen
  • Wäsche mit hoher Drehzahl schleudern
  • Wäsche in einem ungeheizten Raum trocknen

Die Wäsche sollte nicht zu lange im Trockner bleiben. Übertrocknete Wäsche lässt sich schlechter bügeln. Außerdem verbraucht der Trockner unnötig Energie.

Moderne Geräte reduzieren den Energieverbrauch

Ihre Waschmaschine verfügt über keinen Öko-Waschgang? Dann handelt es sich vermutlich um ein älteres Gerät, welches ohnehin ersetzt werden sollte.

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Die Vor- und Nachteile älterer und moderner Geräte im Überblick

Altgerät Neugerät
  • bewährte Handhabung
  • keine zusätzlichen Kosten
  • oft kein ökologisches Waschen möglich
  • hoher Energieverbrauch
  • unzureichende Reinigungsleistung
  • Verschleiß und Verkalkung
  • ökologisches Waschen möglich
  • geringer Energieverbrauch
  • neueste Technik
  • geringer Verschleiß
  • Anschaffungskosten
  • Entsorgung des Altgerätes

Hinweis: Achten Sie bei der Wahl des Wäschetrockners auf die Energieeffiziensklasse A+++. Weiterhin sollte das Gerät über Feuchtesensoren verfügen.

Bildnachweise: Adobe Stock / Pixelot, Amazon / Comfee

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