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Brandgefahr durch Wäschetrockner?

Amica WaschtrocknerEs ist ein Schreckensszenario, vor dem viele Angst haben: Sie lassen den Wäschetrockner unbeaufsichtigt laufen und er gerät in Brand. Wenn Sie es schnell merken, können Sie möglicherweise Schlimmeres verhindern. Deswegen verzichten viele darauf, das Gerät zu verwenden, wenn Sie nicht zu Hause sind. Dabei verfügen moderne Geräte über zeitgesteuerte Einstellungsmöglichkeiten, die genau diesen Komfort ermöglichen. Ist die Angst begründet, dass sich das Gerät entzündet? Wie hoch ist die Brandgefahr durch Wäschetrockner und wie kann man sie einschränken? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Text.

Brandgefahr durch Wäschetrockner: Wie hoch ist sie?

Brandgefahr durch Wäschetrockner?Die Zahlen wirken alarmierend: Ein Drittel aller Brände im Haushalt werden durch Elektrogeräte verursacht. Häufigster Auslöser sind dabei Wäschetrockner. Bei 15 Prozent der Brände, die durch Elektrogeräte entfacht werden, sind Wäschetrockner der Brandherd. Waschmaschinen verursachen hingegen nur sechs Prozent der genannten Brände.

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Die Stiftung Warentest warnt allerdings davor, in Panik zu verfallen. Angesichts von wenigen hundert Bränden, die pro Jahr ausgelöst werden, ist die Quote bei einer Gesamtzahl von 17 Millionen Wäschetrocknern in Deutschland vergleichsweise gering. Außerdem ist zu bedenken, dass die Sicherheitsanforderungen in den vergangenen Jahren immer stärker geworden sind und die Wahrscheinlichkeit von Bränden gesunken ist.

Warnung: Eine höhere Brandgefahr geht von älteren Wäschetrocknern aus. Bei ihnen fehlen nicht nur diese Sicherheitsfeatures. Durch eine langjährige Nutzung kann es außerdem sein, dass die Geräte allmählich abnutzen, was die Brandgefahr steigert.

Warum ist es so, dass Wäschetrockner so viele Brände auslösen?

Wäschetrockner können sich deswegen entflammen, weil bei technischen Störungen Kurzschlüsse entstehen können. Die Kurzschlüsse treten häufig unvermittelt auf und die Brände breiten sich danach rasend schnell aus. Kurzschlüsse können nicht nur bei günstigen No-Name-Geräten auftreten. Auch Markengeräte sind manchmal betroffen. So wurde im Jahr 2014 bekannt, dass eine Reihe von Defekten, die zu Bränden geführt haben, von Wäschetrocknern der Marke Bosch ausgegangen waren. Auch Siemens identifizierte daraufhin ein Sicherheitsrisiko bei bestimmten Geräten, die der Hersteller im Anschluss zurückrief.

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Aufgrund der hohen Temperaturen kann es passieren, dass die Flusen zu einem Kurzschluss führen, wenn sie auf den Kondensator gelangen. Auch das ist laut Stiftung Warentest eine häufige Brandursache. Deswegen ist es wichtig, dass Sie diese Stellen ebenfalls regelmäßig reinigen – auch wenn dies aufwendig ist, weil Sie dort nur schwer hingelangen können. Damit von außen kein Staub in das Gehäuse gelangt, sollte der Wäschetrockner nicht auf einem Teppich stehen. Achten Sie am besten darauf, dass die Umgebung sauber gehalten wird.

Tipp! Tendenziell gilt allerdings, dass Geräte von namhaften Herstellern sicherer sind als die Modelle von unbekannten Herstellern. Unabhängige Prüfsiegel wie das GS- oder das VDE-Prüfzeichen geben ebenfalls Aufschluss über die Qualität eines Wäschetrockners. Sind diese vorhanden, kann der normale Gebrauch als ungefährlich angesehen werden.

Wie kann ich die Brandgefahr eines Wäschetrockners minimieren?

Das Kurzschlussrisiko kann wie in den vorherigen Abschnitten beschrieben, nicht ausgeschlossen werden. Allerdings gibt es einige Grundsätze, die Sie einhalten sollten, um die Gefahr eines Brands zu reduzieren.

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  • Schalten Sie den Wäschetrockner nicht ein, wenn Sie nicht zu Hause sind. Auch während der Nacht sollten Sie ihn nicht betreiben.
  • Statten Sie den Raum, in dem der Wäschetrockner steht, mit einem Rauchmelder aus. Er kann einen Brand frühzeitig entdecken und Sie darauf hinweisen.
  • Reagieren Sie, sobald Sie Anzeichen von Defekten an der Elektronik des Wäschetrockners feststellen. Dies kann ein Kabel sein, dessen Ummantelung sich löst oder elektronische Bauteile, die nicht mehr an den vorgesehenen Positionen angebracht sind.
  • Befassen Sie sich mit der Bedienungsanleitung. Dort sind unter anderem mögliche Bedienfehler aufgelistet, die schwerwiegende Folgen haben können.
  • Achten Sie darauf, dass das Flusensieb nicht zu stark verstopft ist. Es vermindert die Effizienz des Wäschetrockners und lässt zugleich die Gefahr eines Brandes steigen.

Braucht man einen Wäschetrockner?

Ein Wäschetrockner gilt als Stromfresser. Deswegen und weil von den Geräten eine Sicherheitsgefahr ausgehen kann, wird in vielen Haushalten auf sie verzichtet. Braucht man  eigentlich einen Wäschetrockner? Welche Gründe sprechen für und welche gegen die Anschaffung?

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Vor- und Nachteile eines Wäschetrockners

  • die Wäsche trocknet schneller als an der Luft
  • die Gefahr von Schimmelbildung in der Wohnung ist geringer als beim Trocknen in einem geschlossenen Raum
  • insbesondere bei einem hohen Wäscheaufkommen (Familien) ist das Trocknen an der Luft nicht möglich
  • die Wäsche ist nach dem Trocknen weicher
  • nicht jedes Wäschestück darf in einen Wäschetrockner gegeben werden. Sie benötigen ohnehin einen Wäscheständer
  • wegen der Brandgefahr sollten Wäschetrockner nur zu bestimmten Zeiten verwendet werden

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